Spanien kann sechs Milliarden Euro günstig aufnehmen

veröffentlicht am 15.12.2011


Trotz der unsicheren Lage an den Finanzmärkten hat Spanien mit dem Verkauf von Staatsanleihen über sechs Milliarden Euro eingenommen - mehr als doppelt so viel wie erwartet. Die Zinsen gingen im Vergleich zu den früheren Auktionen leicht zurück. Es war die zweite erfolgreiche Auktion durch die spanische Regierung seit dem EU-Gipfel in den vergangenen Woche.

 

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Madrid - Trotz der unsicheren Lage an den Finanzmärkten hat Spanien mit dem Verkauf von Staatsanleihen über sechs Milliarden Euro eingenommen - mehr als doppelt so viel wie erwartet. Die Zinsen gingen im Vergleich zu den früheren Auktionen leicht zurück. Es war die zweite erfolgreiche Auktion durch die spanische Regierung seit dem EU-Gipfel in den vergangenen Woche.


Für die Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit bis 2021 musste Spanien 5,54 Prozent Zinsen aufbringen. Der letzten vergleichbaren Auktion Mitte November waren es noch 6,97 Prozent, ein Wert, der langfristig als nicht tragbar gilt.


Die Anleihen mit einer Laufzeit bis 2016 brachten bei einem Zins von 4,02 Prozent 2,45 Milliarden Euro ein. Weitere 2,18 Milliarden wurden mit den Papieren bis 2020 zu einem Zinssatz von 5,20 erzielt. Die Anleihen bis 2021 brachten zu einem Zins von 5,54 Prozent 1,4 Milliarden Euro ein. Bei allen drei Anleihen war die Nachfrage etwa doppelt so hoch wie das Angebot.


Die erfolgreiche Platzierung entlastete die spanischen Finanzmärkte. Auf dem Sekundärmarkt, wo die Anleihen frei gehandelt werden, fielen die Zinsen für Papiere mit zehnjähriger Laufzeit auf 5,6 Prozent. Am Morgen waren es noch 6,0 Prozent gewesen. Der Spread, der Aufschlag im Vergleich zu deutschen Anleihen, betrug 3,64 Prozentpunkte, ein Minus von 20 Basispunkten im Vergleich zum Vormittag.


Spanien konnte sich in jüngster Zeit nur zu höheren Kosten auf den Märkten refinanzieren, weil befürchtet wurde, dass es ähnlich wie Griechenland, Irland und Portugal auf ein Rettungspaket angewiesen sein könnte. Nach einer fast zweijährigen Rezession im Anschluss eine geplatzte Immobilienblase hat das Land mit einem hohen Defizit und mit 21,5 Prozent der höchsten Arbeitslosenquote in der Eurozone zu kämpfen.


Die Hoffnungen richten sich nun auf den designierten Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Er wird am 21. Dezember vereidigt. Es wird erwartet, dass er ein umfangreiches Sparprogramm vorstellen wird.  (© AP)



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