Allianz übertrifft Gewinnerwartungen

veröffentlicht am 07.08.2009


Nach einem schwachen Jahresbeginn hat die Allianz im zweiten Quartal mit einem Milliardengewinn alle Erwartungen übertroffen. Der größte europäische Versicherungskonzern verdiente von April bis Juni 1,87 Milliarden Euro und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dank ihrer breiten Aufstellung könne die Allianz von einer Erholung der Märkte profitieren, erklärte Konzernchef Michael Diekmann bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Freitag in München.

 

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München - Nach einem schwachen Jahresbeginn hat die Allianz im zweiten Quartal mit einem Milliardengewinn alle Erwartungen übertroffen. Der größte europäische Versicherungskonzern verdiente von April bis Juni 1,87 Milliarden Euro und damit 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dank ihrer breiten Aufstellung könne die Allianz von einer Erholung der Märkte profitieren, erklärte Konzernchef Michael Diekmann bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Freitag in München. Eine Prognose mied er jedoch.


Positiv auf den Gewinn wirkten sich Verkäufe von Beteiligungen aus, zudem war das Unternehmen in seiner Bilanz erstmals frei von Belastungen durch die frühere Tochter Dresdner Bank. Deren Verkauf sowie Abschreibungen durch die Finanzmarktkrise hatten den Gewinn der Allianz im ersten Quartal auf 29 Millionen Euro zusammenschmelzen lassen.


Das operative Ergebnis betrug von April bis Juni 1,8 Milliarden Euro. Damit fiel es zwar um ein Drittel niedriger aus als im Vorjahresquartal, im Vergleich zum ersten Quartal 2009 legte es aber deutlich zu. Zu Jahresbeginn war das operative Ergebnis auf 1,4 Milliarden Euro abgesackt. Der Konzernumsatz kletterte nach 21,5 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 22,2 Milliarden Euro.


In der Schaden- und Unfallversicherung lagen die Prämieneinnahmen im zweiten Quartal 300 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Konzern gab aber einen positiven Ausblick: Das Beitragsniveau werde steigen und die Schaden-Kosten-Quote von 98,9 Prozent werde sich im zweiten Halbjahr verbessern, hieß es.


In der Lebens- und Krankenversicherung konnte die Allianz deutlich zulegen. Dort stiegen die Prämieneinnahmen im zweiten Quartal um 10 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis schnellte durch ein gutes Anlageergebnis um 41 Prozent auf 990 Millionen Euro nach oben.


In der Finanzdienst-Sparte sank wegen Anlaufkosten der Allianz Bank in Deutschland das operative Ergebnis um 49 Prozent auf 146 Millionen Euro.


«Die Allianz ist vorbereitet auf das, was wir die 'neue Normalität' nennen: ein herausforderndes Marktumfeld mit strukturell niedrigeren Renditen», erklärte Konzernchef Diekmann. Die Kapitalausstattung bleibe auf hohem Niveau und das niedrige Risikoprofil des Konzerns ermögliche es, potenziellen Marktverwerfungen standzuhalten.  (© AP)



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