Lauterbach kritisiert Kassen wegen Schweinegrippe
veröffentlicht am 07.08.2009

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Krankenkassen im Zusammenhang mit der geplanten Schweinegrippe-Impfung scharf kritisiert. Die Schweinegrippe werde von ihnen instrumentalisiert, sagte der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Viele müssten Zusatzbeiträge in diesem Jahr erheben und versteckten sich hinter der Krankheit.
Köln - Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Krankenkassen im Zusammenhang mit der geplanten Schweinegrippe-Impfung scharf kritisiert. Die Schweinegrippe werde von ihnen instrumentalisiert, sagte der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Viele müssten Zusatzbeiträge in diesem Jahr erheben und versteckten sich hinter der Krankheit.
Hintergrund ist die Weigerung der Kassen, die Kosten für die geplante Massenimpfung gegen die Seuche zu übernehmen. Lauterbach kritisierte, dass die Versicherten bis zu 600 Euro im Monat an die Kassen zahlen müssten und der Staat trotzdem die Influenza-Impfung übernehmen solle.
Die gesetzlichen Versicherungen müssten die Impfungen für Risikopatienten ohnehin zahlen, sagte Lauterbach. «Das ist eine normale Vorbeugungsleistung.» Wenn die Grippe hochansteckend ist, sei das eine Leistung, die auch für Normalbürger von den Kasse bezahlt werde. «Das ist unstrittig.» (© AP)




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