DEVISEN/Euro bei 1,30 USD
veröffentlicht am 15.12.2011

Der Euro liegt am Donnerstagmorgen weiterhin knapp unter 1,30 USD und damit in der Nähe des Jahrestiefs vom Januar von 1,2867 USD. Damit notiert er zwar geringfügig über dem Tief vom Mittwoch, das bei 1,2945 USD gelegen hatte. Händler sprechen aber von einer möglicherweise trügerischen Stabilisierung: "Die Risikoaversion bleibt Thema", so ein Händler.
Frankfurt - Der Euro liegt am Donnerstagmorgen weiterhin knapp unter 1,30 USD und damit in der Nähe des Jahrestiefs vom Januar von 1,2867 USD. Damit notiert er zwar geringfügig über dem Tief vom Mittwoch, das bei 1,2945 USD gelegen hatte. Händler sprechen aber von einer möglicherweise trügerischen Stabilisierung: "Die Risikoaversion bleibt Thema", so ein Händler. Sie setze am Morgen eher Rohstoff-Währungen unter Druck, so ist der Austral-Dollar unter die Marke von 1,00 USD/AUD gefallen. "Die Flucht in den Dollar geht tendenziell weiter", so ein Marktteilnehmer.
Weiter abgeschwächt hat sich der Schweizer Franken mit Spekulationen, die Schweizer Nationalbank könnte auf ihrer Sitzung im Tagesverlauf den Franken zum Euro weiter abwerten.
Gestützt wird der Dollar von schwachen Wirtschaftsindikatoren aus Asien. Der Tankan-Bericht der japanischen Notenbank hat ein schwaches Bild der japanischen Wirtschaft gezeigt, und in China liegt der neue Einkaufsmanager-Index von HSBC trotz eines leichten Anstiegs weiterhin unter der Marke von 50, die als Schwelle zwischen Wachstum und Rezession gilt.
Neue Impulse dürften im Tagesverlauf von einem ganzen Kranz neuer Konjunkturdaten ausgehen. In Europa werden Einkaufmanager-Indizes veröffentlicht, in den USA unter anderem Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung, die Konjunkturindikatoren der US-Notenbank-Filialen in New York und Philadelphia sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Bereits am späten Vormittag werden in Spanien Langläufer versteigert, am Mittag spricht Mario Draghi über die Rolle der Europäische Zentralbank in der Schuldenkrise.
Aus technischer Sicht treffe der Euro bei 1,3170 USD und bei 1,3230 USD auf Widerstand, darüber drehe sich die Situation zu Gunsten des Euro. Bei 1,2980 USD unterstütze ein Trendkanal die Gemeinschaftswährung.
Die Feinunze Gold liegt bei 1.565 USD und damit in der Nähe der Tiefs vom Mittwoch. Zum Fixing am Mittwochnachmittag war sie noch mit 1.603 USD notiert worden. (© Dow Jones)




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