Arabische Liga verurteilt Gingrichs Äußerungen zu Nahost-Konflikt
veröffentlicht am 12.12.2011

Die Arabische Liga hat die jüngsten Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Newt Gingrich zum Nahost-Konflikt scharf verurteilt. Der für palästinensische Angelegenheiten zuständige Vertreter, Mohammed Sobeih, sagte am Sonntag in Kairo, Gingrichs Bemerkungen seien "unverantwortlich und gefährlich". Er habe US-Interessen für Stimmen geopfert, die Äußerungen liefen konträr zu demokratischen Werten und internationalen Vereinbarungen.
Kairo - Die Arabische Liga hat die jüngsten Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Newt Gingrich zum Nahost-Konflikt scharf verurteilt. Der für palästinensische Angelegenheiten zuständige Vertreter, Mohammed Sobeih, sagte am Sonntag in Kairo, Gingrichs Bemerkungen seien "unverantwortlich und gefährlich". Er habe US-Interessen für Stimmen geopfert, die Äußerungen liefen konträr zu demokratischen Werten und internationalen Vereinbarungen. Gingrich hatte die Palästinenser als ein "erfundenes Volk" bezeichnet.
In vom US-Kabelfernsehsender The Jewish Channel Ende vergangener Woche veröffentlichten Interview-Auszügen vertrat der konservative Politiker den Standpunkt, dass es keinen Staat Palästina gegeben habe und die Palästinenser Araber seien, die sich dafür entschieden hätten, nicht woanders zu leben. Die Region Palästina und seine Einwohner hätten vor der Gründung Israels zum Osmanischen Reich gehört. Den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern bezeichnete Gingrich als "wahnhaft". Die Entscheidung von Präsident Barack Obama, die Palästinenser auf der gleichen Stufe wie Israel zu behandeln, sei ein "begünstigen von Terroristen". (© AP)
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