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(Im Fokus) - Radioaktives Wasser aus japanischem Atomkraftwerk entwichen

veröffentlicht am 11.12.2011


Bei einem Zwischenfall in einem südwestjapanischen Atomkraftwerk ist radioaktives Wasser entwichen. Nach Angaben der Regierung gelangte es aber nicht außerhalb der Anlage in die Umwelt. Ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde in Tokio, Testyuy Saito, teilte am Samstag mit, aus einer Pumpe im Reaktor 3 des Atomkraftwerks Genkai seien am Freitag 1,8 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten.

 

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Tokio - Bei einem Zwischenfall in einem südwestjapanischen Atomkraftwerk ist radioaktives Wasser entwichen. Nach Angaben der Regierung gelangte es aber nicht außerhalb der Anlage in die Umwelt. Ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde in Tokio, Testyuy Saito, teilte am Samstag mit, aus einer Pumpe im Reaktor 3 des Atomkraftwerks Genkai seien am Freitag 1,8 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten. Die Ursache werde ermittelt.


"Es hat verschiedene Probleme in Genkai gegeben", sagte Saito. "Aber es gibt als Ergebnis dieser Ereignisse kein Sicherheitsproblem." Die Betreibergesellschaft Kyushu Electric Power sprach in einer Erklärung vom Freitag von einem Pumpenproblem, erwähnte aber kein Leck. Saito sagte, es sei Sache des Betreibers zu entscheiden, ob ein Leck bekannt gegeben wird.


Der Bürgermeister von Genkai, Hideo Kishimoto, beschwerte sich nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo über die Informationspolitik der Betreiberfirma. "Die Stadtregierung muss informiert sein", wurde er zitiert. Er habe den Stromversorger wiederholt aufgefordert, seine Informationspolitik zu ändern.


Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda teilte unterdessen mit, im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sei in allen drei geschmolzenen Reaktorkernen die Temperatur unter den Siedepunkt gefallen und die Strahlung zurückgegangen. Die Regierung gehe weiter davon aus, bis zum Jahresende Entwarnung für das bei einem Tsunami im März schwer beschädigte Atomkraftwerk geben zu können, sagte Noda am Freitag.


Das Sinken der Temperatur und der Rückgang der austretenden Radioaktivität sind die beiden wichtigsten Voraussetzungen für eine sogenannte Kaltabschaltung ("cold shutdown") und ein entscheidender Schritt zur Stabilisierung und letztendlichen Schließung des Werks.  (© AP)



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