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(Im Fokus) Oberste Naturschützerin warnt vor Auswirkungen des Klimawandels

veröffentlicht am 03.12.2011


Anlässlich der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban warnt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur. Aufgrund zunehmender Wärme und Trockenheit würden bestimmte Arten aus Deutschland verschwinden und möglicherweise sogar ganz aussterben, sagte Jessel im Interview der Nachrichtenagentur dapd. Spürbar werde der Klimawandel insbesondere im Wattenmeer, in Mooren, aber auch in den Wäldern.

 

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Berlin - Anlässlich der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban warnt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur. Aufgrund zunehmender Wärme und Trockenheit würden bestimmte Arten aus Deutschland verschwinden und möglicherweise sogar ganz aussterben, sagte Jessel im Interview der Nachrichtenagentur dapd. Spürbar werde der Klimawandel insbesondere im Wattenmeer, in Mooren, aber auch in den Wäldern.


Gefährdet seien bei den in Deutschland brütenden Vogelarten unter anderem der Seeadler, der Schwarzstorch und der Kranich. Auch für Bewohner des Alpenraumes bringe der Klimawandel Gefahren mit sich, darunter der Steinbock oder der Alpensalamander.


Bei einer durchschnittlichen Erderwärmung um mehr als zwei Grad seien die Konsequenzen für die Tier- und Pflanzenwelt noch weitaus dramatischer, warnte Jessel. "Bonn hätte bei einem Anstieg von rund fünf Grad die Jahresmitteltemperatur von Rom", erläuterte sie. Viele bekannte Arten könnten dann in Deutschland nicht mehr leben oder nur noch an wenigen besonderen Stellen.


Jessel verwies auf eine Studie des BfN, in der Temperaturveränderungen von bis zu 4,5 Grad bis zum Jahr 2080 simuliert wurden. Negative Auswirkungen ergeben sich demnach vor allem für Nordostdeutschland und Südwestdeutschland, leichte Artenzunahmen seien hingegen in den Mittelgebirgen im Südosten Deutschlands zu erwarten. Die Frage sei aber, ob vor allem Pflanzen überhaupt in der Lage seien, größere Entfernung nach und nach zu überbrücken.


Eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz komme insbesondere dem Wald zu. "Weltweit speichern die Wälder rund 2,4 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, das entspricht 8,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid", sagte Jessel. Dies sei etwa ein Drittel des zwischen 1990 und 2007 durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzten Kohlenstoffes. Die größte Gefahr für die deutschen Wälder gehe von einer erwarteten Zunahme von Wetterextremen aus, insbesondere Sturmschäden.  (© AP)



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