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04. August 2009
Yahoo greift Strategie der Anfangsjahre auf
San Francisco - Yahoo hat in den vergangenen sechs Jahren Milliarden von Dollar in seine Suchmaschine investiert - bis das Management jetzt zum Schluss kam, dass es sinnvoller sei, diese Aufgabe an Microsoft zu übertragen. Damit greift Vorstandschefin Carol Bartz eine Strategie auf, die schon Firmengründer Jerry Yang und David Filo in den Anfangsjahren des Internet-Unternehmens gewählt haben.
Zwei Jahre nach dem Start von «Jerry and David's Guide to the World Wide Web» im Jahr 1994 gelangten Yang und Filo zu dem Schluss, dass die Zahl der Webseiten zu schnell zunimmt, um mit ihrem Katalog Schritt halten zu können. Anstatt Geld in die teure Weiterentwicklung zu stecken, vereinbarte Yahoo eine Zusammenarbeit mit Altavista: Auf den Yahoo-Seiten wurde erst die Technik dieses Suchmaschinen-Pioniers integriert, später entschied man sich für Inktomi. Die eingesparten Mittel setzte Yahoo ein, um attraktive Inhalte und andere Dienste zu entwickeln und so immer mehr Internet-Nutzer auf die eigenen Seiten zu locken.
Als der Web-Index immer größer und komplizierter wurde, suchte Yahoo die Unterstützung eines jungen ambitionierten Startup-Unternehmens namens Google. Dessen Logo wurde im Jahr 2000 direkt neben das Eingabefeld für die Internet-Suche bei Yahoo platziert. Die prominente Platzierung an einem der meistbesuchten Orte im Internet trug maßgeblich dazu bei, dass Google in wenigen Jahren zur Nummer eins der Internet-Suche aufstieg.
Erst Vorstandschef Terry Semel, der vor zwei Jahren unter dem Druck der Aktionäre gehen musste, forcierte die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine. Yahoo wollte damals auch ein größeres Stück vom Kuchen der Online-Werbung, beeindruckt von der Art und Weise, wie Google mit der Platzierung von Werbung auf den Trefferlisten immer profitabler wurde. Ab 2002 gab Yahoo mehr als zwei Milliarden Dollar aus, um die Reste von AltaVista und Inktomi sowie weitere Anbieter zu übernehmen. Danach investierte Yahoo massiv in Verbesserungen der Technik, darunter auch ein lange verzögertes Werbesystem namens Panama. weiterlesen >>

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