Westerwelle sieht bei Afghanistan-Krieg Scheitelpunkt erreicht
veröffentlicht am 02.12.2011

Vier Tage vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Wir sind damals nicht an der Seite unserer Bündnispartner nach Afghanistan gegangen, um Brunnen zu bohren und Straßen zu bauen, sondern um unsere Sicherheit zu verteidigen. Das war richtig", sagte Westerwelle der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).
Düsseldorf - Vier Tage vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Wir sind damals nicht an der Seite unserer Bündnispartner nach Afghanistan gegangen, um Brunnen zu bohren und Straßen zu bauen, sondern um unsere Sicherheit zu verteidigen. Das war richtig", sagte Westerwelle der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). "Die deutschen Soldaten, die in Afghanistan dafür ihr Leben gelassen haben, sind Helden, das ist für mich keine Frage. Aber der internationale militärische Einsatz darf auch nicht endlos sein. Der Scheitelpunkt ist nun erreicht."
Erstmals nach zehn Jahren werde die Truppenpräsenz zurückgeführt, sagte Westerwelle. "Noch in diesem Monat wird etwa die Hälfte des afghanischen Staatsgebietes in der Verantwortung afghanischer Behörden liegen. Das ist ein echter Schritt nach vorne." Der FDP-Minister schloss nicht aus, dass Pakistan doch noch an der Konferenz an diesem Montag in Bonn teilnimmt. "Wir stehen dazu mit der pakistanischen Regierung in Kontakt." Nähme Pakistan nicht teil, wäre das zwar ein Rückschlag, aber kein Fehlschlag, sagte Westerwelle. (© AP)
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