Forscher schlagen Alarm: Historisch wertvolle BND-Akten vernichtet
veröffentlicht am 29.11.2011

Die im Februar eingesetzte unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlägt Alarm: Im Jahr 2007 seien etwa 250 Personalakten früherer hauptamtlicher Mitarbeiter vernichtet worden, teilte die Kommission am Dienstag in Marburg mit.
Marburg - Die im Februar eingesetzte unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlägt Alarm: Im Jahr 2007 seien etwa 250 Personalakten früherer hauptamtlicher Mitarbeiter vernichtet worden, teilte die Kommission am Dienstag in Marburg mit.
Erste Recherchen zeigten, dass darunter auch Akten von Personen gewesen seien, die in der NS-Zeit "signifikante geheimdienstliche Positionen" hatten, darunter in der SS, dem Sicherheitsdienst SD oder der Gestapo. "Darunter befinden sich auch BND-Mitarbeiter, gegen die der BND in den sechziger Jahren selbst Ermittlungen wegen schwerer NS-Belastung durchgeführt hatte."
Die Kommission forderte den Auslandsgeheimdienst auf, keine Akten mehr ohne vorherige Rücksprache mit dem Gremium zu vernichten. Auch solle die Aktenvernichtung von 2007 vollständig aufgeklärt werden. (© AP)




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