Polen kämpft mit statistischen Mitteln gegen die Staatsverschuldung
veröffentlicht am 25.11.2011

Eine Änderung der statistischen Berechnungsgrundlage soll der polnischen Regierung helfen, die Vorgaben der verfassungsmäßig verankerten Schuldenbremse einzuhalten. Um die Gesamtverschuldung des Staates zu ermitteln, soll künftig der Jahresdurchschnitt des Wechselkurses gegenüber fremden Währungen herangezogen werden und nicht mehr der jeweilige Wert vom 31. Dezember.
Warschau - Eine Änderung der statistischen Berechnungsgrundlage soll der polnischen Regierung helfen, die Vorgaben der verfassungsmäßig verankerten Schuldenbremse einzuhalten. Um die Gesamtverschuldung des Staates zu ermitteln, soll künftig der Jahresdurchschnitt des Wechselkurses gegenüber fremden Währungen herangezogen werden und nicht mehr der jeweilige Wert vom 31. Dezember.
Hintergrund ist der aktuell schwache Kurs des Zloty. Dass Polen einen Teil seiner Kredite in Euro und Dollar bedienen muss, hat die Schuldenlast rechnerisch erhöht. Die Schuldenbremse in der Verfassung sieht eine Höchstgrenze von 55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vor. Diese könnte überschritten werden, wenn der Zloty bis zum Jahresende weiter an Wert verliert. (© AP)
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