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Weitere Häuser in Nachterstedt mit Rissen

veröffentlicht am 30.07.2009


Am Unglückshang von Nachterstedt ist das Erdreich weiter in Bewegung. Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Böschungsrutsch, der drei Menschen das Leben kostete, haben Gutachter neue Risse an Gebäuden festgestellt. Inzwischen seien auch weiter vom Abhang entfernte Häuser betroffen, sagte Gerhard Jost vom Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt am Donnerstag auf AP-Anfrage.

 

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Nachterstedt - Am Unglückshang von Nachterstedt ist das Erdreich weiter in Bewegung. Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Böschungsrutsch, der drei Menschen das Leben kostete, haben Gutachter neue Risse an Gebäuden festgestellt. Inzwischen seien auch weiter vom Abhang entfernte Häuser betroffen, sagte Gerhard Jost vom Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt am Donnerstag auf AP-Anfrage.


Die sehr kleinen Risse wurden an Gebäuden entdeckt, die rund 50 Meter entfernt von der Böschungsgrenze stehen. Das sei aber nicht überraschend, da mit weiteren Rissen und Nachrutschungen an der Unglücksstelle zu rechnen sei, sagte Jost.


Die Gebäude werden täglich von Bergbau-Experten in Augenschein genommen. Da an dem absturzgefährdeten Areal nach wie vor Lebensgefahr besteht, werden sie von Fachkräften der Bergwacht gesichert, sind angeleint und mit einem Lawinenpieper ausgestattet. Den einstigen Bewohnern wird definitiv kein Zugang mehr zu ihren Häusern gewährt werden, betonte ein Sprecher des Salzlandkreises.


Erst am Vortag hatten Fachleute der Bergbausanierungsgesellschaft LMBV Erkundungsgänge zu den Häusern abgebrochen, weil sie verdächtige Geräusche im Boden bemerkten. Sie wollten prüfen, ob das in den Häusern lagernde Heizöl aus den Tanks geborgen werden kann.


Giftige Stoffe sind nach Angaben der LMBV bei dem Erdrutsch entgegen ersten Befürchtungen nicht in den See gelangt. «Nach Ansicht unserer Gutachter war und ist eine akute Gefahr für Leib und Leben nicht gegeben. Auch eine Beeinträchtigung des Seewassers dürfte bisher nicht erfolgt sein», sagte LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber.  (© AP)



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