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Mehr wissen: "Staatsjagdgebiete" in der DDR in acht Daten

veröffentlicht am 21.11.2011


- Von der Jagdresidenz am Drewitzer See in Mecklenburg-Vorpommern aus ging die DDR-Führung im Gebiet der Nossentiner Heide jagen. Von solchen "Staats- oder Sonderjagdgebieten" gab es mehrere, vor allem in der Schorfheide, auf dem Darß und an der Müritz.

 

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Schwerin - - Von der Jagdresidenz am Drewitzer See in Mecklenburg-Vorpommern aus ging die DDR-Führung im Gebiet der Nossentiner Heide jagen. Von solchen "Staats- oder Sonderjagdgebieten" gab es mehrere, vor allem in der Schorfheide, auf dem Darß und an der Müritz.


- Seit 1953 war im Jagdgesetz der DDR festgelegt, dass der Staat "Sonderjagdgebiete" für besondere Personen einrichten durfte.


- Zweistellige Millionenbeträge zahlte die Staatskasse für die Jagdlust der Partei- und Staatsführung.


- Nach unterschiedlichen Schätzungen waren fünf bis acht Prozent der Jagdfläche SED-Oberen, sowjetischen Militärs und Staatsgästen vorbehalten.


- Das Jagdgebiet in der Schorfheide war mit einem rund 200 Kilometer langen Zaun umschlossen. Allein Honecker soll dort 500 Hirsche niedergestreckt haben.


- Der Wildbestand etwa in der Schorfheide war viermal so hoch wie in normalen Wäldern. Geschossen wurde auch schon mal vom Hochstand auf Wild an der darunter stehenden Futterstelle.


- Am 8. November 1989 um 18.35 Uhr soll Honecker den letzten Hirsch in seiner "Jagdlaufbahn" geschossen haben. Knapp vier Wochen war das Staatsjagdwesen in der DDR schon Thema eines vom Runden Tisch eingesetzten Untersuchungsausschusses.


- Im Jagdschloss Groß Schönebeck in der Schorfheide wird seit 2009 die Ausstellung "Jagd und Macht" gezeigt. Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.  (© AP)



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