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Arzneikombination verhindert Schlaganfälle bei Vorhofflimmern

veröffentlicht am 22.05.2009


Bei Patienten mit Vorhofflimmern kann die Kombination der beiden Gerinnungshemmer Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) Schlaganfälle und Herzinfarkte verhindern. Dies zeigt eine internationale Studie mit mehr als 7.500 Teilnehmern.

 

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Berlin - Bei Patienten mit Vorhofflimmern kann die Kombination der beiden Gerinnungshemmer Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) Schlaganfälle und Herzinfarkte verhindern. Dies zeigt eine internationale Studie mit mehr als 7.500 Teilnehmern.


Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Dabei können Blutgerinnsel entstehen, die eine der Hauptursachen für Schlaganfälle sind. Zwar verringern Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar dieses Risiko. Aber nur jeder zweite Patient wählt diese Form der Prophylaxe. Eine Alternative dazu ist der wesentlich schwächere Aspirin-Wirkstoff ASS.


In der Studie bekamen nun mehr als 7.500 Patienten mit Vorhofflimmern über durchschnittlich 3,6 Jahre entweder nur ASS oder aber zusammen mit Clopidogrel. Die Kombination senkte die Schlaganfallgefahr um 28 Prozent. Herz-Kreislauf-Schäden sanken um elf Prozent. Als Nachteil stieg aber das Risiko schwerer Blutungen.


«Damit bleiben Vitamin-K-Antagonisten der Goldstandard», sagt Martin Grond von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. «Für ausgewählte Patienten mit Vorhofflimmern, die diese Option nicht nutzen können, könnte die Kombination aus Clopidogrel und ASS eine Alternative darstellen, um Schlaganfälle zu verhindern.» Allerdings ist Clopidogrel nach Angaben der Gesellschaft dafür bislang nicht zugelassen.  (© AP)



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