Krebs bleibt die meistgefürchtete Krankheit
veröffentlicht am 16.11.2011

Die Angst vor Krankheit ist unter den Deutschen weit verbreitet. Krebs steht dabei an erster Stelle. Nach einer neuen repräsentativen Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK nimmt die Angst vor Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen jedoch stark zu.
Hamburg - Die Angst vor Krankheit ist unter den Deutschen weit verbreitet. Krebs steht dabei an erster Stelle. Nach einer neuen repräsentativen Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK nimmt die Angst vor Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen jedoch stark zu. Wie die DAK am Mittwoch mitteilte, sorgen sich 20 Prozent mehr Menschen in Deutschland als noch vor einem Jahr darum, psychisch krank zu werden. Besonders groß ist demnach diese Sorge bei den 30- bis 44-Jährigen, die sich mehr vor einer Depression als vor einem Herzinfarkt fürchten.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Oktober 2011 bundesweit 3.018 Männer und Frauen - etwa so viele wie auch im Oktober 2010. Bei der aktuellen Umfrage gaben 73 Prozent der Befragten an, Angst vor Krebs zu haben. Danach folgen die Angst vor Verletzung durch einen Unfall (57 Prozent), vor einem Schlaganfall und vor Alzheimer oder andere Demenz (jeweils 54 Prozent).
Einen Herzinfarkt fürchten 45 Prozent, einen Bandscheibenvorfall 38 Prozent, psychische Erkrankungen wie Depressionen 36 Prozent. Mit Abstand folgt die Angst vor einer schweren Lungenerkrankung (27 Prozent), vor Diabetes (20 Prozent) und vor einer Geschlechtskrankheit wie Aids (19 Prozent).
Insgesamt haben Frauen in Bezug auf alle Krankheiten häufiger Angst als Männer, wie Forsa herausfand. Im Bundesvergleich machen sich die Hamburger insgesamt am wenigsten Sorgen vor schweren Krankheiten. Die meiste Angst äußerten die Befragten in Thüringen.
Ein Drittel aller Befragten schätzt seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand als sehr gut ein. In Bayern und Baden-Württemberg ist diese Bewertung mit rund 40 Prozent fast doppelt so groß wie in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit jeweils 22 Prozent.
"Auffällig im Vergleich zum Vorjahr ist, dass bei den 14- bis 29-Jährigen die Angst vor Krebs sinkt, während sie gleichzeitig alle anderen Krankheiten mehr fürchten", hob DAK-Expertin Christina Sewekow hervor. Weniger jüngere Menschen als früher gaben an, dass sie die Krebs-Vorsorgeuntersuchung nutzen.
Bei der Umfrage sagten insgesamt 73 Prozent der Frauen an, sie gingen zur Krebs-Vorsorge. Bei den Männern sind es nur 47 Prozent. Vier von fünf Befragten (81 Prozent) erklärten, sie betrieben regelmäßig Sport und tränken nur wenig Alkohol (80 Prozent), um Krankheiten vorzubeugen. 78 Prozent achten auf gesunde Ernährung, und 67 Prozent rauchen nach eigenen Angaben nicht. Lediglich ein Prozent der Befragten gab an, nichts Besonderes zur Vorbeugung von Krankheiten zu tun. (© AP)




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