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27. Juli 2009
Kunden achten bei Wahl des Drogeriemarkts auch auf Arbeitsbedingungen
Düsseldorf - Immer mehr Kunden machen um Drogeriemarkt-Discounter mit mutmaßlich schlechten Arbeitsbedingungen einen großen Bogen. Vor allem der häufig von Gewerkschaften kritisierte Drogeriemarkt-Riese Schlecker wird laut einer Umfrage von den Kunden abgestraft. Rund 50,4 Prozent der Verbraucher vermeiden inzwischen den Einkauf dort, wie das Markforschungsinstitut Grass Roots Germany am Montag mitteilte.
Rund 65 Prozent der Befragten schätzen Schlecker demnach als «schlechten» oder «sehr schlechten Arbeitgeber» ein. Beliebt sind dagegen die Konkurrenten dm und Rossmann: Über 70 Prozent der Befragten bewerten Ruf und Image der dm-Märkte als «gut» oder «sehr gut», bei Rossmann sind es laut Studie knapp 69 Prozent.
Insgesamt schätzen mehr als 80 Prozent der Befragten die öffentliche Diskussion um die Qualität der Arbeitsbedingungen im Einzelhandel als «wichtig» oder «sehr wichtig» ein. Sortimentsbreite, Qualität der Produkte und Preispolitik sind den Ergebnissen zufolge für 90 Prozent der Kunden bei der Wahl ihres Einkaufsmarktes entscheidend. Auch hier liegt demnach die Drogeriemarkt-Kette dm vorne, dicht gefolgt von Rossmann.
Grass Roots Germany hat im Auftrag des «Handelsblatts» eigenen Angaben zufolge knapp 2.000 Bundesbürger zu ihrem Kaufverhalten bei den Drogeriemarkt-Ketten dm, Rossmann, Müller, Ihr Platz und Schlecker befragt.

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