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27. Juli 2009

Schlussplädoyer der Anklage im Prozess gegen Suu Kyi



Rangun - Im Prozess gegen die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat am Montag der letzte Verhandlungstag vor der für August erwarteten Urteilsverkündung begonnen. Wie ein Regierungsbeamter mitteilte, hält der Staatsanwalt sein Schlussplädoyer. Die Verteidigung hielt ihr abschließendes Plädoyer am vergangenen Freitag.

Suu Kyi ist angeklagt, gegen Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Dabei geht es um den unerwünschten Besuch eines US-Bürgers, der über einen See zu ihrem Haus geschwommen ist und zwei Tage von ihr aufgenommen wurde. Daraufhin wurde die 64-jährige Friedensnobelpreisträgerin in das Insein-Gefängnis gebracht. Mitangeklagt sind der US-Bürger John Yettaw sowie zwei Mitarbeiterinnen von Suu Kyi. Der Politikerin droht eine Haftstrafe von fünf Jahren.

Birma (Myanmar) wird seit 1962 von Generälen regiert. Die von Suu Kyi geführte Nationale Liga für Demokratie (NLD) gewann zwar die Parlamentswahl von 1990. Die Militärjunta weigerte sich danach aber, die Macht an eine zivile Regierung der NLD zu übergeben. Suu Kyi stand in 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest. Die internationale Staatengemeinschaft hat wiederholt gegen den Prozess protestiert und die Freilassung von Suu Kyi verlangt.


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