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Mehr wissen: Hirschkäfer verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in der Erde

veröffentlicht am 03.11.2011


Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist der größte Käfer in Mitteleuropa. Er ist europaweit geschützt, weil er sehr selten ist. Die Männchen werden bis zu neun Zentimeter groß und haben große Geweihe, die Weibchen werden bis zu sechs Zentimeter groß.

 

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Berlin - Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist der größte Käfer in Mitteleuropa. Er ist europaweit geschützt, weil er sehr selten ist. Die Männchen werden bis zu neun Zentimeter groß und haben große Geweihe, die Weibchen werden bis zu sechs Zentimeter groß.


Für die Reifung ihrer Keimzellen brauchen Männchen und Weibchen Baumsaft, der bestimmte Pilze enthält. Für die Aufnahme der Säfte an sogenannten Leck- oder Saftstellen des Baumes sind Unterkiefer und Unterlippe des Hirschkäfers besonders ausgebildet: Sie sehen aus wie ein Pinselchen.


Bei den Kämpfen mit einem Rivalen wird der schwächere Käfer vom Ast gestoßen. Der Sieger sucht dann das Weibchen auf und hält es mit seinem Oberkiefer fest. Unter Umständen verharren die beiden mehrere Tage in dieser Stellung.


Nach der Paarung gräbt sich das Weibchen 30 bis 50 Zentimeter tief in die Erde ein. Binnen zwei Wochen legt es 50 bis 100 Eier außen an morsche Wurzelstöcke. Nach weiteren zwei Wochen schlüpfen die Larven. Sie ernähren sich von morschem Holz, das sie zu Mulm abbauen.


Nach einigen Jahren bauen sie sich in der Erde einen Kokon. Nach etwa sechs Wochen schlüpfen die Käfer, bleiben aber den Winter über im Boden. Erst im Frühjahr graben sie sich nach oben und leben dort nur wenige Wochen.  (© AP)



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