Pakistan ernennt Indien zum bevorzugten Handelspartner
veröffentlicht am 02.11.2011

Die pakistanische Regierung hat einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Indien angekündigt. Informationsminister Firdous Ashiq Awan teilte mit, das Kabinett habe am Mittwoch beschlossen, Indien den Status eines "meistbegünstigten Landes" zu geben. Damit dürften die Zölle sinken und die Importquoten steigen.
Islamabad - Die pakistanische Regierung hat einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Indien angekündigt. Informationsminister Firdous Ashiq Awan teilte mit, das Kabinett habe am Mittwoch beschlossen, Indien den Status eines "meistbegünstigten Landes" zu geben. Damit dürften die Zölle sinken und die Importquoten steigen.
Die Entscheidung gilt als wichtiger Schritt bei der Normalisierung der diplomatischen und sonstigen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Wann die Maßnahmen in Kraft treten, teilte Awan nicht mit. Die pakistanischen Streitkräfte, die die Politik gegenüber dem Erzrivalen bestimmen, hätten den Maßnahmen zugestimmt.
Wirtschaftskreise in Pakistan begrüßten die Entscheidung. Allerdings befürchten manche Pakistaner, die Öffnung gegenüber dem wirtschaftlich weitaus mächtigeren Indien könne sich negativ auf den Verkauf pakistanischer Waren auswirken.
Die Weltbank schätzt das Handelsvolumen zwischen den Nachbarstaaten auf etwa eine Milliarde Dollar im Jahr. Es habe das Potenzial ohne Handelsrestriktionen auf neun Milliarden Dollar im Jahr anzusteigen. Indien hatte Pakistan bereits in den 1990er Jahren den Status des bevorzugten Handelspartners verliehen, allerdings zog Pakistan seinerseits damals nicht nach. (© AP)




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