(Update) - 44 Festnahmen in USA wegen Korruptionsverdachts
veröffentlicht am 24.07.2009

Im US-Staat New Jersey hat die Polizei 44 Personen unter Korruptionsverdacht festgenommen, darunter drei Bürgermeister, zwei Abgeordnete des Staatsparlaments und mehrere Rabbiner. Ihnen werden unter anderem Geldwäsche in Millionenhöhe und Organhandel vorgeworfen, wie die Justizbehörden nach dem Einsatz am Donnerstag mitteilten. Seit 2001 wurden in New Jersey bereits mehr als 130 Beamte wegen Korruption verurteilt oder haben sich schuldig bekannt.
Newark/USA - Im US-Staat New Jersey hat die Polizei 44 Personen unter Korruptionsverdacht festgenommen, darunter drei Bürgermeister, zwei Abgeordnete des Staatsparlaments und mehrere Rabbiner. Ihnen werden unter anderem Geldwäsche in Millionenhöhe und Organhandel vorgeworfen, wie die Justizbehörden nach dem Einsatz am Donnerstag mitteilten. Seit 2001 wurden in New Jersey bereits mehr als 130 Beamte wegen Korruption verurteilt oder haben sich schuldig bekannt.
Das Ausmaß an Bestechung «ist einfach empörend und kann nicht hingenommen werden», sagte Gouverneur Jon Corzine. Der Leiter der Korruptionsabteilung der Bundespolizei FBI, Ed Kahrer, erklärte, das Problem in New Jersey sei eines der schlimmsten der ganzen USA.
Im Zentrum der Ermittlungen stand nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein internationaler Geldwäschering mit Kontakten nach Israel. Über jüdische Stiftungen, die von Rabbis in New York und New Jersey kontrolliert wurden, seien Millionen Dollar gewaschen worden.
Unter den Festgenommenen sind die Bürgermeister der Städte Hoboken, Ridgefield und Secaucus, außerdem der stellvertretende Bürgermeister von Jersey City. Ein Kabinettsmitglied des Gouverneurs trat zurück, nachdem sein Haus durchsucht wurde; er wurde nicht festgenommen.
Ein Informant habe die notwendigen Auskünfte geliefert, erklärten die Behörden. Dabei handelt es sich um einen vor drei Jahren wegen Betruges verurteilten Bauunternehmer. Bis auf einen sind gehören alle Amtsinhaber der demokratischen Partei an. Außerdem sollen zahlreiche Beamte ihre Position finanziell ausgenutzt haben. Der Vorwurf des Handels mit Organen und gefälschten Handtaschen erstrecke sich nicht auf die Politiker, erklärten die Behörden. Die meisten Festgenommenen wurden gegen Kautionszahlungen zwischen 300.000 und drei Millionen Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt.
In Israel dominierte der Polizeieinsatz am Freitag die Schlagzeilen, und die großen Tageszeitungen veröffentlichten Bilder ultraorthodoxer Juden, die von Ermittlern abgeführt wurden. Die israelische Polizei sei nicht beteiligt gewesen, sagte Sprecher Micky Rosenfeld. (© AP)




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