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22. Juli 2009

Erneut Runder Tisch zur Grünen Gentechnik bei Schavan



Berlin - Forschungsministerin Annette Schavan hat knapp zehn Wochen vor der Bundestagswahl noch einmal Gegner und Befürworter der Grünen Gentechnik an einem Tisch zusammengebracht. An dem Treffen in Berlin nahmen am Mittwoch rund 30 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden teil. Diskutiert wurden Forschungsergebnisse und künftige Förderungsmöglichkeiten der Pflanzengentechnik.

Kritiker werfen Schavan Lobbyismus und eine unzureichende Überprüfung gesundheitlicher und ökologischer Folgen von gentechnisch veränderten Organismen vor. Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, sagte: «Der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft steckt voller Risiken und bringt nicht den von den Herstellern propagierten Nutzen.» So sei die Sicherheitsforschung in Deutschland noch immer ungenügend.

Bereits im Mai hatte Schavan ein Treffen aller an der Forschung und Nutzung genveränderter Pflanzen beteiligten Akteure anberaumt. Hintergrund war die scharfe Kritik der Ministerin an dem von Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) im April durchgesetzten Anbauverbot von gentechnisch veränderten Mais MON810.

Im Vorfeld des Treffens unterstrich der Deutsche Bauernverband (DBV) die zentrale Bedeutung einer leistungsfähigen Agrarforschung und Landwirtschaft angesichts der zunehmenden globalen Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der Ernährungssicherung, des weltweiten Energiebedarfs und des Klimaschutzes müsse das Potenzial der Pflanze als Biomasselieferant nachhaltig gestärkt werden. Der DBV fordert das Bundesforschungsministerium deshalb auf, bereits geschaffene Forschungsstrukturen stärker zu vernetzen.


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