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22. Juli 2009
Steuer auf Reichtum könnte 25 Milliarden bringen
Berlin - Der Fiskus könnte durch eine stärkere Besteuerung von Vermögen rund 25 Milliarden Euro mehr im Jahr einnehmen. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung müsste die Bundesregierung dafür nur die Belastung von Vermögen auf das Durchschnittsniveau der EU-Länder und der wichtigsten Industrieländer der Welt anheben, wie die «Financial Times Deutschland» am Mittwoch berichtete.
DIW-Ökonom Stefan Bach empfehle darin eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer und eine Wiederbelebung der seit 1997 nicht mehr erhobenen Vermögensteuer. Linke und Grüne fordern in ihren Programmen für die Bundestagswahl eine Vermögensabgabe.
Ausgangspunkt für das DIW ist der Befund, dass vermögensbezogene Steuern in Deutschland nur ein Aufkommen von 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erbringen. Das ist weniger als die Hälfte des Durchschnitts im Vergleich der wichtigsten Industrieländer. In Großbritannien sind es über vier Prozent, in Frankreich und den USA über drei Prozent.
Als erste Konsequenz fordert das DIW, die Grundsteuer zu überarbeiten. Sie basiere immer noch auf den steuerlichen Einheitswerten aus dem Jahr 1964 in Westdeutschland und 1935 in Ostdeutschland. Diese seien so niedrig, dass die durchschnittliche effektive Belastung bezogen auf die Marktwerte nur bei 0,12 Prozent pro Jahr bei Eigenheimen und 0,17 Prozent bei Mehrfamilienhäusern liegt. weiterlesen >>

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