Nordrhein-Westfalen besonders betroffen - Gebäude im Kreis Soest abgebrannt
veröffentlicht am 22.07.2009

Schwere Unwetter mit Gewitter und Regen haben in der Nacht zum Mittwoch über Teilen Deutschlands gewütet und die Feuerwehr in Atem gehalten. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen: Im Kreis Soest gerieten nach Blitzeinschlägen ein Bauernhof in Lippetal, ein Einfamilienhaus in Lippstadt und ein Schweinestall in Soest in Brand. Das Wohnhaus des Bauernhofs brannte komplett ab, wie ein Polizeisprecher sagte.
Düsseldorf - Schwere Unwetter mit Gewitter und Regen haben in der Nacht zum Mittwoch über Teilen Deutschlands gewütet und die Feuerwehr in Atem gehalten. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen: Im Kreis Soest gerieten nach Blitzeinschlägen ein Bauernhof in Lippetal, ein Einfamilienhaus in Lippstadt und ein Schweinestall in Soest in Brand. Das Wohnhaus des Bauernhofs brannte komplett ab, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Bewohner hätten sich jedoch retten können. Bei den Feuern entstand insgesamt ein Sachschaden von rund 500.000 Euro, verletzt wurde niemand.
Auch in Nienhagen im niedersächsischen Kreis Northeim verursachte ein Blitzeinschlag einen Brand, der jedoch vom Eigentümer gelöscht werden konnte. Weitere Brände durch Blitzeinschläge wurden aus Brühl bei Köln, Duisburg sowie dem Kreis Kleve gemeldet. In Cuxhaven geriet am Mittwochmorgen ein Haus in Brand, Ursache soll auch hier ein Blitzeinschlag gewesen sein.
Auf der Bahnstrecke Aachen - Mönchengladbach riss am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr ein umstürzender Baum eine Oberleitung herunter, in die dann ein Güterzug fuhr, wie die Landesleitstelle der nordrhein-westfälischen Polizei mitteilte. Nach dem Unfall in der Nähe von Hückelhoven blieb die Strecke auch am Mittwoch gesperrt. Die Bahn teilte mit, es werde voraussichtlich bis Freitagvormittag zu Beeinträchtigungen im Nahverkehr zwischen Aachen und Mönchengladbach kommen.
Im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis wurden nach einem Blitzeinschlag am Mittwochmorgen zahlreiche Alarmanlagen ausgelöst. Wie die Polizei berichtete, hatte der Blitz zu einem fast flächendeckenden Stromausfall geführt, der allerdings nach wenigen Minuten behoben werden konnte.
In Solingen rückte die Feuerwehr wegen starker Regenfälle in der Nacht zu rund 130 Einsätzen aus, wie ein Sprecher sagte. Die Helfer wurden erstmals gegen 22.30 Uhr alarmiert und waren dann bis in die Morgenstunden im Einsatz. In den meisten Fällen ging es um vollgelaufene Keller - zudem wurden Gullys verstopft, und in Senken staute sich Wasser.
In Düsseldorf musste die Feuerwehr wegen Wasserschäden und abgebrochener Äste bis gegen 02.00 Uhr insgesamt 40 Mal ausrücken. Insgesamt pumpten die Einsatzkräfte rund 100.000 Liter Regenwasser aus Kellerräumen. In einer Tiefgarage standen zeitweise 10 Kubikmeter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch musste ein Autofahrer aus einer großen Wasseransammlung an einer Unterführung gezogen werden.
Die stärksten Regenfälle zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen wurden dem Deutschen Wetterdienst zufolge an einer Station im hessischen Großenlüder-Kleinlüder gemessen - die Menge betrug dort 38 Liter pro Quadratmeter. In Nordrhein-Westfalen wurden die Spitzenwerte in Salzkotten mit 36 Litern und in Osnabrück mit 33 Litern registriert.
In der Nacht zum Donnerstag sollte es laut Wetterdienst vom Westen bis in den Nordosten weiterhin verbreitet Gewitter geben, sonst nur vereinzelt. Die Unwetterlage bleibe bis Donnerstag erhalten, erklärten die Meteorologen. (© AP)




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