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Heiratsschwindler betrog Frauen um mehr als 100.000 Euro

veröffentlicht am 21.07.2009


Meist waren seine Opfer Witwen: Ein mutmaßlicher Heiratsschwindler, der über Jahre hinweg mindestens vier Frauen um mehr als 100.000 Euro betrogen haben soll, ist in Aschaffenburg aufgeflogen. Der 41-Jährige wurde im Mai verhaftet, als er eines seiner Opfer mit einem heimlich gedrehten Video eines Stelldicheins um 10.000 Euro erpressen wollte, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Beamten schlugen bei der geplanten Geldübergabe an einer Tankstelle zu.

 

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Aschaffenburg - Meist waren seine Opfer Witwen: Ein mutmaßlicher Heiratsschwindler, der über Jahre hinweg mindestens vier Frauen um mehr als 100.000 Euro betrogen haben soll, ist in Aschaffenburg aufgeflogen. Der 41-Jährige wurde im Mai verhaftet, als er eines seiner Opfer mit einem heimlich gedrehten Video eines Stelldicheins um 10.000 Euro erpressen wollte, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Beamten schlugen bei der geplanten Geldübergabe an einer Tankstelle zu.


Seither sitze der 41-Jährige in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann noch weitere Frauen um ihr Geld brachte. Der aus der ehemaligen Sowjetunion stammende Mann habe sich meist über Kontaktanzeigen an Frauen aus Russland in Bayern und Nordrhein-Westfalen gewandt, erklärte die Polizei. In allen Fällen sei es ihm gelungen, die Herzen der Frauen schon nach dem ersten Treffen zu erobern. Dabei habe sich der Hartz-IV-Empfänger als erfolgreicher und finanziell unabhängiger Geschäftsmann ausgegeben.


Bei der Planung für die gemeinsame Zukunft habe der 41-Jährige seine Opfer dann um größere Geldbeträge gebeten. Die Frauen hätten sogar Kredite für ihn aufgenommen oder Waren für ihn bestellt. Eine der Frauen sei dadurch nach eigenen Angaben finanziell ruiniert. Als Gründe für seinen Finanzbedarf habe der 41-Jährige unter anderem einen Autounfall oder einen unverschuldeten Gefängnisaufenthalt angegeben.


«Die wortgewaltigen Versprechungen im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft ließen bei den Umworbenen offenbar jedes gesunde Misstrauen schwinden», erklärte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt.  (© AP)



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