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Uiguren zweifeln offizielle Opferzahlen an

veröffentlicht am 11.07.2009


Die von den chinesischen Behörden verbreiteten Opferzahlen zu den Unruhen in der Provinz Xinjiang werden von den dort lebenden muslimischen Uiguren angezweifelt. Sie befürchten nach eigenen Angaben, dass deutlich mehr als die offiziell genannten 184 Menschen ums Leben kamen. Den Behörden zufolge handelte es sich bei den Toten um 137 Han-Chinesen, 46 Angehörige der Uiguren und einen Angehörigen der Hui, einer weiteren muslimischen Minderheit.

 

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Urumqi - Die von den chinesischen Behörden verbreiteten Opferzahlen zu den Unruhen in der Provinz Xinjiang werden von den dort lebenden muslimischen Uiguren angezweifelt. Sie befürchten nach eigenen Angaben, dass deutlich mehr als die offiziell genannten 184 Menschen ums Leben kamen. Den Behörden zufolge handelte es sich bei den Toten um 137 Han-Chinesen, 46 Angehörige der Uiguren und einen Angehörigen der Hui, einer weiteren muslimischen Minderheit.


Es war das erste Mal, dass die chinesische Regierung eine nach Volksgruppen getrennte Opferbilanz vorlegte. Seit Beginn der Unruhen am vergangenen Sonntag steht die Provinzhauptstadt Urumqi unter scharfer Kontrolle der Sicherheitskräfte. Tausende Soldaten und Polizisten patrouillieren auf den Straßen.


Grund für die Zweifel der Uiguren sind dem Vernehmen nach vor allem Gerüchte, dass die chinesischen Sicherheitskräfte während der Proteste auf Uiguren geschossen hätten. «Ich habe gehört, dass mehr als 100 Uiguren getötet wurden, aber darüber will keiner öffentlich reden», sagte ein Bewohner von Urumqi, der wegen der angespannten Lage seinen Namen nicht nennen wollte. Einige Gruppen von Exil-Uiguren sprachen davon, dass 500 oder mehr Menschen ihres Volks getötet worden seien.


Solchen Verdächtigungen die Grundlage zu entziehen, ist eine der Hauptaufgaben der chinesischen Politik geworden. Dabei gilt es auch, Kritiker der internationalen Gemeinschaft zu beruhigen. Besonders kritisch zeigte sich die Türkei, die zu den Uiguren, einem Turk-Volk, eine besondere Beziehung hat. Politiker in Ankara sprachen gar schon von einem Genozid.  (© AP)



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