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"Reinheitsgebote bei Lebensmitteln" im Gespräch

veröffentlicht am 11.07.2009


Angesichts immer neuer Imitate bei Nahrungsmitteln fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) «Reinheitsgebote für Lebensmittel». Wenn Imitate verwendet würden, müsse das klar gekennzeichnet werden, sagte NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg der «Passauer Neuen Presse». «Wir sind gegen jede Form des Manschens und Panschens.» Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht den Grund für die immer stärkere Verbreitung gefälschter Lebensmittel vor allem im Preisdruck im Lebensmittelhandel.

 

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Frankfurt/Main - Angesichts immer neuer Imitate bei Nahrungsmitteln fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) «Reinheitsgebote für Lebensmittel». Wenn Imitate verwendet würden, müsse das klar gekennzeichnet werden, sagte NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg der «Passauer Neuen Presse». «Wir sind gegen jede Form des Manschens und Panschens.» Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht den Grund für die immer stärkere Verbreitung gefälschter Lebensmittel vor allem im Preisdruck im Lebensmittelhandel.


Die ständigen Preissenkungen im Lebensmittelhandel führten auch zu «solchen Fehlentwicklungen, dass zunehmend Imitate bei der Lebensmittelherstellung angewendet werden», sagte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner der «Neuen Osnabrücker Zeitung».


Wer Fleisch oder Milchprodukte an der Ladentheke verlange, dürfe kein Ersatzprodukt erhalten. «Schummel-Käse oder Schnitzel ohne Fleisch» seien «regelrecht Plagiate von qualitativ hervorragenden Lebensmitteln», die die Bauern mit hohem Aufwand und Glaubwürdigkeit erzeugten.


Die Bauern stünden weiter für «Qualität, Regionalität und vor allem Reinheit unserer Produkte und nicht für Plagiate, die dann auch noch über verbrauchertäuschende Werbung und unscheinbare Kennzeichnung vermarktet werden», sagte Sonnleitner.


Der stellvertretende SPD-Fraktionschef im Bundestag Ulrich Kelber bezeichnete es in der «Passauer Neuen Presse» als «Skandal, Verbraucher zu täuschen und ihnen billige Ersatzstoffe unterzuschieben». Wer erwischt werde, müsse damit rechnen, dass sein Name genannt werde.  (© AP)



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