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10. Juli 2009
Singles und Geschiedene haben erhöhtes Alzheimer-Risiko
London - Das Risiko für eine Demenzerkrankung im Alter hängt wesentlich von sozialen Faktoren ab. Wer im mittleren Erwachsenenalter alleine lebt, ist einer schwedischen Studie zufolge doppelt so stark gefährdet wie Menschen, die mit anderen zusammen wohnen. Wer während dieser Phase seinen Partner durch Scheidung oder Tod verliert, hat sogar ein dreifach erhöhtes Risiko, an Alzheimer und anderen Demenzformen zu erkranken.
Die Forscher des Stockholmer Karolinska-Instituts untersuchten rund 2.000 Männer und Frauen aus Finnland, zunächst im Alter von 50 Jahren und dann nochmals rund 21 Jahre später. Die Studie zeige, wie wichtig soziale Kontakte für den Erhalt der Hirnfunktionen seien, schreiben sie im «British Medical Journal». Die soziale Unterstützung von Menschen nach dem Verlust ihres Partners sei eine vielversprechende Strategie zum Schutz vor Demenz.
Eine amerikanische Studie deutet unterdessen darauf hin, dass auch ein gutes Sprachvermögen im jungen Erwachsenenalter dass spätere Demenzrisiko senkt. Die Forscher der John Hopkins Universität in Baltimore untersuchten Essays von 38 inzwischen verstorbenen Nonnen, die diese im Alter von etwa 20 Jahren verfasst hatten. In den Texten jener Frauen, die im Alter keine Gedächtnisprobleme hatten, stellten die Forscher eine bessere Ausdrucksfähigkeit fest, wie Studienleiter Juan Troncoso in der Zeitschrift «Neurology» berichtet.

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