Gewerkschaft kritisiert Energiepolitik
veröffentlicht am 07.10.2011

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Energie, Chemie (IG BCE), Michael Vassiliadis, hat vor einer Abwanderung energieintensiver Industrien aus Deutschland gewarnt. "Alle sind sich einig, dass die Energiewende klasse ist", aber der finanzielle Aufwand "wird noch einmal die deutsche Einheit", sagte Vassiliadis am Freitag in München. Die Energiepreise könnten nicht unendlich angezogen werden.
München - Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Energie, Chemie (IG BCE), Michael Vassiliadis, hat vor einer Abwanderung energieintensiver Industrien aus Deutschland gewarnt. "Alle sind sich einig, dass die Energiewende klasse ist", aber der finanzielle Aufwand "wird noch einmal die deutsche Einheit", sagte Vassiliadis am Freitag in München. Die Energiepreise könnten nicht unendlich angezogen werden. Ohne innovative Industrie werde auch der Klimaschutz scheitern. Es gebe "berechtigte Sorgen derer, die für gute Arbeitsplätze und Produkte stehen", sagte der IG-BCE-Chef.
Wacker-Chemie-Vorstandschef Rudolf Staudigl sagte, die deutschen Strompreise seien schon jetzt zu hoch - auch deshalb baue Wacker sein neues Polysilizium-Werk für Solarzellen in den USA. Die Politik müsse Planungssicherheit schaffen, wenn energieintensive Betriebe noch in Deutschland investieren sollen. (© AP)
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Bund und Länder wollen den Erfolg der Energiewende und ziehen deshalb an einem Strang. Darin zumindest waren sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer und die zuständigen Minister aus dem Umwelt- und dem Wirtschaftsressort, Peter Altmaier (CDU) und Philipp Rösler (FDP), nach ihrem Treffen zur Umsetzung der Energiewende am Mittwoch im Kanzleramt einig. Doch statt konkreter Beschlüsse gab es vor allem Ankündigungen und Beteuerungen dessen, was zu tun ist. Und es gab die Erkenntnis, dass die Energiewende nur funktionieren kann, wenn Bund und Länder alles stärker koordinieren und aufeinander abstimmen. zur Nachricht >>




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