Neue Irritationen um Massaker von Katyn
veröffentlicht am 07.10.2011

Polnische Medien haben am Freitag irritiert auf den Auftritt des russischen Justiz-Staatssekretärs Georgi Matjuschkin vor dem Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg reagiert. Das Gericht hatte am Vortag über zwei Klagen polnischer Staatsbürger gegen Russland verhandelt. Gegenstand sind die angeblich schleppenden russischen Untersuchungen zu dem stalinistischen Massenmord an polnischen Kriegsgefangenen 1940 in Katyn und anderen Orten mit mehr als 20.000 Toten.
Warschau - Polnische Medien haben am Freitag irritiert auf den Auftritt des russischen Justiz-Staatssekretärs Georgi Matjuschkin vor dem Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg reagiert. Das Gericht hatte am Vortag über zwei Klagen polnischer Staatsbürger gegen Russland verhandelt. Gegenstand sind die angeblich schleppenden russischen Untersuchungen zu dem stalinistischen Massenmord an polnischen Kriegsgefangenen 1940 in Katyn und anderen Orten mit mehr als 20.000 Toten. Die Kläger sind Angehörige von Opfern und fordern Aufklärung des Schicksal ihrer Angehörigen.
Matjuschkin bestritt in Straßburg die Zuständigkeit des Gerichts. Zuvor hatte er in einem Schreiben erklärt, dass Russland nicht die Pflicht habe, das Schicksal polnischer Staatsbürger auf russischem Territorium aufzuklären. Nicht einmal in Straßburg habe Russland den Katyn-Mord als Kriegsverbrechen bezeichnet, empörte sich deshalb die polnische Zeitung "Rzeczpospolita". (© AP)
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