UN warnt vor Kriegsverbrechen in Somalia
veröffentlicht am 10.07.2009

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay hat angesichts der anhaltenden Kämpfe und Vertreibungen in Somalia vor Kriegsverbrechen gewarnt. Im dem Land am Horn von Afrika gebe es gravierende Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Steinigungen und Enthauptungen, die womöglich Kriegsverbrechen darstellten, erklärte Pillay am Freitag in Genf. Beide Seiten, die islamischen Aufständischen und die Regierungstruppen, feuerten zudem mit Mörsern auf Wohngebiete.
Genf/Mogadischu - Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay hat angesichts der anhaltenden Kämpfe und Vertreibungen in Somalia vor Kriegsverbrechen gewarnt. Im dem Land am Horn von Afrika gebe es gravierende Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Steinigungen und Enthauptungen, die womöglich Kriegsverbrechen darstellten, erklärte Pillay am Freitag in Genf. Beide Seiten, die islamischen Aufständischen und die Regierungstruppen, feuerten zudem mit Mörsern auf Wohngebiete. Seit Mai seien über 200.000 Menschen aus der Hauptstadt Mogadischu geflohen.
In der südwestlichen Stadt Baidoa ist es unterdessen zu einer der größten Massenhinrichtungen der vergangenen Jahre gekommen. Nach Angaben von Angehörigen und Anwohnern wurden am Freitag sieben Männer von den islamistischen Aufständischen enthauptet. Die Fundamentalisten warfen ihnen vor, Spione gewesen zu sein oder sich von der Religion losgesagt zu haben.
In Somalia gibt es seit knapp 20 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. Islamische Fundamentalisten kontrollieren inzwischen weite Landesteile. (© AP)




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