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09. Juli 2009
"Handyfonieren" im Ausland kann immer noch teuer sein
Berlin/Kiel - Seit Juli sind Handy-Grüße aus dem Urlaub innerhalb der Europäischen Union (EU) billiger geworden. Doch die Zeit horrender Rechnungen ist damit noch lange nicht vorbei. Reisende müssen nach wie vor mächtig auf der Hut sein, vor allem außerhalb der EU.
Wer in die Türkei, nach Ägypten, Tunesien, Kroatien oder die Schweiz fährt, kann sich nicht auf gedeckelte Preisgrenzen verlassen. Das Abrufen von Daten, also etwa Surfen und e-mail-Checken, wird überall ganz schnell zur Kostenfalle - speziell mit modernen Handys, die sich automatisch ins Internet einwählen und so unbemerkt riesige Kosten produzieren können. Erst ab März 2010 wird es einen Schutz vor astronomischen Datenroaming-Gebühren geben, zumindest EU-weit.
«Handy-Rechnungen von 1.300 Euro und mehr sind nach wie vor ein ganz großes Ärgernis», warnt Peter Knaak, Telekommunikationsexperte von Stiftung Warentest. Er meint: Diese Urlaubssaison dürfte noch jede Menge böser Überraschungen für ahnungslose Handy-Nutzer bereit halten. Vor allem in der Türkei oder Russland könne es «höllisch teuer» werden.
Urlauber sollten wissen: Nur in den 27 Mitgliedstaaten der EU sind die Tarife seit 1. Juli gedeckelt. Überall anders in der Welt kann es empfindlich teurer sein. Wer EU-weit «simst», also Kurznachrichten verschickt, muss pro SMS nur noch maximal 11 Cent zahlen (ohne Mehrwertsteuer). Ein Telefonat darf nur noch bis zu 43 Cent pro Minute kosten, eingehende Anrufe höchstens 0,19 Cent. Fürs Surfen, e-mail, Foto oder Film herunterladen werden pro übertragenem Megabyte maximal 1 Euro berechnet. weiterlesen >>

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