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09. Juli 2009

Zentralrat der Juden fordert weiteres NS-Verfahren



München - Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat ein rasches Verfahren gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher Klaas F. gefordert. Der 87-Jährige müsse in Deutschland vor Gericht gestellt oder in die Niederlande ausgeliefert werden, sagte Knobloch am Donnerstag in München. Es sei unfassbar, das Klaas F. seit seiner Flucht aus einem niederländischen Gefängnis 1952 unbehelligt in Deutschland lebe.

Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte dem Bayerischen Rundfunk, der frühere SS-Mann lebe in Ingolstadt. Bundes- und Landesjustiz sollten prüfen, ob er ausgeliefert oder in Deutschland angeklagt werden könne.

Klaas F. soll Aufseher im niederländischen KZ-Durchgangslager Westerbork gewesen sein. Ein niederländisches Sondergericht habe ihn 1948 zum Tode verurteilt, berichtete der Bayerische Rundfunk. Die deutsche Justiz sei später zu dem Ergebnis gekommen, dass ihm keine Schuld nachzuweisen sei.


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