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08. Juli 2009

Vergangenes Jahr scheiterten 191.900 Ehen - Mehr von Männern gestellte Anträge



Wiesbaden - Der Trend zu sinkenden Scheidungszahlen ist gestoppt. Im vergangenen Jahr wurden 191.900 Ehen geschieden und damit 4.800 oder drei Prozent mehr als 2007, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. In den Jahren 2004 bis 2007 war die Zahl zurückgegangen, zuvor war sie seit 1992 fast ausnahmslos gestiegen.

2008 wurden von 1.000 Ehen elf geschieden, im Jahr 1993 waren es dagegen nur acht von 1.000 Ehen. Die Scheidungsrate bezifferte das Bundesamt auf etwa 39 Prozent; aus statistischen Gründen werden dabei aber nur Ehen mit einer Dauer bis 25 Jahre betrachtet, wie es hieß.

Im Saarland war das Scheidungsrisiko besonders hoch; dort waren pro 10.000 Einwohnern 26,4 von einer Scheidung betroffen. Danach kamen Schleswig-Holstein (26,3) und Nordrhein-Westfalen (25,7). Die wenigsten Scheidungen pro 10.000 Einwohner gab es den Angaben zufolge in Sachsen (18,3), Mecklenburg-Vorpommern (19,1) und Thüringen (19,4). Der bundesweite Schnitt lag bei 23,4.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Von Jahr zu Jahr vergeht mehr Zeit, bis sich Paare zu einer Trennung entscheiden; 2008 betrug die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung 14,1 Jahre. Im Jahr zuvor waren die Partner im Schnitt 13,9 Jahre verheiratet, 1990 waren es 11,5 Jahre.  weiterlesen >>


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