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08. Juli 2009
Merkel zum G-8-Gipfel nach Italien aufgebrochen
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Mittwochmorgen zum G-8-Gipfel nach Italien aufgebrochen. Drei Tagen lang werden in L'Aquila die Mächtigen der Welt über Klimaschutz, Wirtschaftskrise und Entwicklungshilfe beraten. Daneben geht es um die Lage im Iran, Nordkorea, Afghanistan und Pakistan sowie den Nahost-Konflikt.
Merkel will beim G-8-Gipfel auf möglichst ehrgeizige Ziele zur Verringerung des CO2-Ausstoßes dringen und über Strategien zum Ausstieg aus den milliardenschweren Konjunkturprogrammen reden. Zu der dreitägigen Konferenz werden insgesamt 28 Staaten sowie neun internationale Organisationen erwartet.
Es ist der größte G-8-Gipfel seit Gründung der Gruppe der führenden Industriestaaten 1975. Ursprünglich sollte er auf der Mittelmeerinsel La Maddalena bei Sardinien stattfinden. Nach dem verheerenden Erdbeben vom 6. April in den Abruzzen verlegte Ministerpräsident Silvio Berlusconi das Treffen in die Katastrophenregion.
Merkel will sich vor Beginn des Gipfels am Vormittag ein Bild von den Zerstörungen machen. Zusammen mit Berlusconi besucht sie den Ort Onna, von dessen rund 300 Einwohnern 41 bei dem Erdbeben umkamen. Deutschland hat bis zu drei Millionen Euro Aufbauhilfe versprochen. Der Ort war 1944 Schauplatz eines Massakers der Wehrmacht. Sie trieb 17 unschuldige Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, in einer Vergeltungsaktion in ein Gebäude, exekutierte sie und sprengte das Haus anschließend.

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