(Update 2) - Autobauer Saab steht vor der Insolvenz
veröffentlicht am 08.09.2011

Der Autobauer Saab steht vor der Insolvenz. Ein schwedisches Bezirksgericht lehnte am Donnerstag einen Antrag des Unternehmens auf Gläubigerschutz ab. Damit ist der Weg frei für einen möglichen Konkursantrag der Gewerkschaften, die 3.700 Saab-Mitarbeiter vertreten, die im vergangenen Monat keinen Lohn erhielten.
Stockholm - Der Autobauer Saab steht vor der Insolvenz. Ein schwedisches Bezirksgericht lehnte am Donnerstag einen Antrag des Unternehmens auf Gläubigerschutz ab. Damit ist der Weg frei für einen möglichen Konkursantrag der Gewerkschaften, die 3.700 Saab-Mitarbeiter vertreten, die im vergangenen Monat keinen Lohn erhielten. Saab kündigte Berufung gegen das Urteil an.
Das Bezirksgericht Vanersborg teilte am Donnerstag mit, es sei unklar, wie das finanziell angeschlagene Unternehmen die weitere Finanzierung und den Betrieb sicherstellen wolle. Saab hatte am Mittwoch Konkurs angemeldet und angekündigt, mit einer freiwilligen und selbst organisierten Umstrukturierung einen Ausweg aus der Dauerkrise suchen zu wollen. Die Produktion im Werk Trollhättan steht seit Jahresbeginn weitgehend still.
Das Unternehmen hofft auf eine Finanzspritze der chinesischen Investoren Zhejiang Youngman Lotus Automobile Co. und Pang Da Automobile Trade Co, die sich an Saab beteiligen wollen. Allerdings steht die Genehmigung der Aufsichtsbehörden für das Abkommen noch aus.
Saab zeigte sich in einer Erklärung enttäuscht über das Gerichtsurteil und kündigte Berufung an. Ein Sprecher des Gewerkschaftsverbands IF Metall nannte die Gerichtsentscheidung "traurig" und erklärte, die Mitglieder würden innerhalb der kommenden Tage einen möglichen Konkursantrag prüfen. (© AP)




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