Hochhausbrand in London: Drei Kinder und drei Erwachsene ums Leben gekommen
veröffentlicht am 04.07.2009

Ein Feuer in einem Londoner Hochhaus hat sechs Menschen in den Tod gerissen - darunter ein drei Wochen altes Baby, einen Dreijährigen und ein weiteres Kind. Die Feuerwehr musste mehr als 30 Menschen «unter extrem schwierigen Bedingungen» aus dem brennenden Gebäude im südlichen Stadtteil Camberwell retten, wie die Behörden miteilten. Zwölf Menschen mussten wegen Rauchvergiftungen zeitweise ins Krankenhaus gebracht werden.
London - Ein Feuer in einem Londoner Hochhaus hat sechs Menschen in den Tod gerissen - darunter ein drei Wochen altes Baby, einen Dreijährigen und ein weiteres Kind. Die Feuerwehr musste mehr als 30 Menschen «unter extrem schwierigen Bedingungen» aus dem brennenden Gebäude im südlichen Stadtteil Camberwell retten, wie die Behörden miteilten. Zwölf Menschen mussten wegen Rauchvergiftungen zeitweise ins Krankenhaus gebracht werden.
Das Feuer in dem zwölfstöckigen Wohnhaus war am Freitagnachmittag aus vorerst ungeklärter Ursache im zwölften Stock ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Mehr als 100 Feuerwehrleute und 18 Löschzüge waren bis in die Abendstunden im Einsatz. Erst nach vier Stunden war der Brand unter Kontrolle.
Bei den Todesopfern handelte es sich nach Polizeiangaben um Bewohner aus dem elften Stock: eine 34-Jährige und ihr drei Wochen altes Baby, eine 26 Jahre alte Frau, eine 31-Jährige und ein dreijähriges Kind. Das sechste Opfer wurde von der Polizei nicht identifiziert, früheren Angaben zufolge handelte es sich jedoch auch um ein Kind.
Carol Cooper aus dem siebten Stock berichtete, die Rettungskräfte seien zu langsam zu den Bewohnern vorgedrungen. «Ich glaube, das lag daran, dass es da drinnen wie in einem Irrgarten ist», wurde Cooper von der britischen Nachrichtenagentur PA zitiert. Die Parlamentsabgeordnete des Stadtteils, Harriet Harman, sagte: «Es wird Untersuchungen geben müssen, was dieses Feuer verursacht hat und ob die Sicherheitsvorkehrungen angemessen waren.»
Die Bewohner hatten bereits vor drei Jahren gefordert, dass das Gebäude wegen Sicherheitsmängeln abgerissen wird. Es steht als eines der ältesten Hochhäuser mit Sozialwohnungen in diesem Stadtteil jedoch unter Denkmalschutz, wie Cooper hervorhob. Die Behörden hätten damals lediglich neue Fenster eingesetzt und neue Kabel verlegen lassen, sagte die 38-Jährige. Eine andere Bewohnerin, die nicht genannt werden wollte, bezeichnete das Hochhaus als «Todesfalle». Ein anderer Bewohner, Ed Hammond, stimmte dem zu. (© AP)




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