Naypyitaw/Birma - Die birmanische Militärregierung hat die Bitte von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon abgewiesen, mit der inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zusammentreffen zu können. Das teilte Ban nach einem zweistündigen Treffen mit Juntachef General Than Shwe in Naypyitaw mit.
Than Shwe habe darauf verwiesen, dass Suu Kyi derzeit vor Gericht stehe, sagte Ban. Die 64-jährige Oppositionsführerin sitzt zurzeit im Gefängnis. Ihr wird vorgeworfen, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Der Prozess sollte eigentlich am Freitag fortgesetzt werden, wurde aber erneut vertagt. Die nächste Verhandlung sei nun am 10. Juli geplant, teilte der Anwalt der Friedensnobelpreisträgerin mit.
Ban ist nach Birma gereist, um sich für die Freilassung von Suu Kyi einzusetzen. Bei seiner Ankunft in Rangun sagte er vor Journalisten, dies sei eine «sehr schwere Mission». «Ich werde mein Bestes geben. Ich werde die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen darlegen.»
In der Hauptstadt Naypyitaw sagte Ban dann zu Beginn der Unterredung mit Than Shwe: «Ich würde gerne Ihre Entschlossenheit würdigen, Ihr Land weiter zu bringen. Ich würde gerne dazu beitragen, für Frieden und Wohlstand zusammenzuarbeiten.»