Mainz - Nach der Steuerdiskussion hat sich die politische Stimmung für die Union verschlechtert. Bei der Sonntagsfrage verlieren CDU/CSU nach dem ZDF-Politbarometer einen Punkt auf 36 Prozent, während die SPD bei 25 Prozent verharrt. Die FDP erhielte unverändert 13 Prozent, die Linke neun Prozent (plus eins) und die Grünen könnten bei einer Bundestagswahl derzeit weiter mit elf Prozent rechnen.
Auch diese Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zeigt, dass die meisten Deutschen den Steuerversprechen der Unionsparteien keinen Glauben schenken. 72 Prozent der Befragten meinen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Zusage nicht hält, dass es in der nächsten Legislaturperiode mit ihr keine Erhöhung der Mehrwertsteuer geben wird. 68 Prozent erwarten Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl - egal, ob die neue Regierung von CDU/CSU oder SPD gestellt wird.
Trotz der Zweifel an ihrem steuerpolitischen Kurs hat sich der Vorsprung Merkels bei der K-Frage nochmals leicht vergrößert: Jetzt wollen 59 Prozent (plus ein Punkt) Merkel als nächste Kanzlerin, nur 28 Prozent (minus eins) sprechen sich für den SPD-Kandidaten Frank-Walter Steinmeier aus.
Bei den Top Ten der wichtigsten Politiker liegt die Regierungschefin weiterhin auf Platz eins. Sie kommt auf der Skala von +5 bis -5 auf einen Durchschnittswert von 2,1 (Juni: 2,0). Auf Platz zwei folgt Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit 1,8 (Juni: 2,0). Mit deutlichem Abstand folgen die beiden SPD-Politiker Steinmeier und Peer Steinbrück mit jeweils 1,2. weiterlesen >>