Die Vorboten des Tiefs "Rainer"
veröffentlicht am 03.07.2009

Als Vorboten des Tiefs «Rainer» hat es am Freitag heftige Unwetter gegeben. Starke Gewitter, Hagelschauer und wolkenbruchartige Regengüsse gingen über die Bundesländer im Westen und über Bayern nieder, wie der Deutsche Wetterdienst berichtete. Dabei fielen verbreitet Regenmengen von 29 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt sogar 46 Liter in Bergzabern (Südpfalz) und 66 Liter in Sigmaringen (Baden-Württemberg).
Frankfurt/Main - Als Vorboten des Tiefs «Rainer» hat es am Freitag heftige Unwetter gegeben. Starke Gewitter, Hagelschauer und wolkenbruchartige Regengüsse gingen über die Bundesländer im Westen und über Bayern nieder, wie der Deutsche Wetterdienst berichtete. Dabei fielen verbreitet Regenmengen von 29 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt sogar 46 Liter in Bergzabern (Südpfalz) und 66 Liter in Sigmaringen (Baden-Württemberg).
Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll, Bäume stürzten um. In Bayern schlug ein Blitz in ein Stellwerk der Deutschen Bahn ein, so dass der Verkehr auf der Strecke München-Ingolstadt für eine halbe Stunde lahmgelegt war.
Ein Blitzeinschlag im westpfälzischen Hauenstein verletzte fünf Menschen, einen davon schwer. Sie zählten zu einer Gruppe von Erwachsenen und Kindern, die in der Nähe des Schützenhauses zeltete, wie die Polizei mitteilte. Durch das Gewitter sei es im Raum Kaiserslautern außerdem zeitweise zum Ausfall von Ampelanlagen und Telefonverbindungen gekommen.
In Nordrhein-Westfalen schlug ein Blitz in den Kamin eines freistehenden Einfamilienhauses in Xanten ein und bahnte sich seinen Weg bis in den Keller. Es kam zwar zu einer Rauchentwicklung, jedoch zu keinem Feuer, wie die Polizei des Kreises Wesel berichtete. Allerdings wurde die komplette Hauselektrik, sowie die Telefonanlage zerstört.
Das Unwetter entstand nach Angaben des Meteorologen Thomas Ruppert vom DWD auf einer sogenannten Konvergenz-Linie, die sich vor dem Herannahen eines Tiefausläufers bildet. Dieser überquert am Samstag Deutschland von West nach Ost. Damit gehen Schauer und teils kräftige Gewitter einher, die am Abend etwa die Elbe erreichen und lokal auch unwetterartig sein können.
Jedoch bleibt auch noch die subtropische Meeresluft hier, so dass am Wochenende vielerorts sommerliche Temperaturen zwischen 26 und 30 Grad erreicht werden. Im Osten und Nordosten bleibt es trocken.
In der Nacht zum Sonntag gibt es vor allem in der Osthälfte einzelne Schauer und Gewitter, im Westen bleibt es meist trocken und es klart auf. Die Temperatur sinkt auf 20 bis 14 Grad.
Für Sonntag sind vor allem im Osten und Süden, später auch im Westen Gewitter angesagt, die teilweise mit Hagel, Starkregen und Sturmböen einhergehen. Die Luft erwärmt sich auf maximal 28 Grad im Süden und Osten und auf 23 Grad im Nordwesten. In der Nacht zu Montag treten vor allem im Süden und Osten noch einzelne Schauer oder Gewitter auf. Die Luft kühlt sich auf Tiefstwerte zwischen 17 Grad im Osten und 15 bis 12 Grad im Norden und Westen ab.
Am Montag muss nach Norden hin mit einzelnen Schauern gerechnet werden. Zwischendurch gibt es aber auch freundliche Abschnitte. Besonders in Alpennähe sind anfangs noch kräftige Gewitter möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen etwa 21 Grad im Norden und bis zu 25 Grad im Süden. Die Nächte werden kühl bei 11 bis 15 Grad.
Von Dienstag bis Freitag sagt der DWD wechselhaftes Wetter voraus. Dichte Wolken wechseln mit sonnigen Abschnitten, Schauer und kurze Gewitter mit trockenen Phasen. Anfangs liegen die Tageshöchstwerte meist zwischen 20 und 25 Grad, bevor sie bis zum Freitag auf etwa 18 bis 23 Grad zurückgehen. (© AP)




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