Druckereien stoppen Produktion des Quelle-Hauptkatalogs
Fürth/Düsseldorf - Rückschlag für Quelle: Die Druckereien haben die Produktion des überlebenswichtigen Hauptkatalogs gestoppt. Denn das Versandhaus kann trotz des zugesagten Kredits von Bund und Ländern nach wie vor seine Rechnungen nicht bezahlen. Quelle werde voraussichtlich erst Mitte nächster Woche wieder über die notwendigen Gelder verfügen, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz, am Freitag der AP.
Das Team des Insolvenzverwalters stellt unterdessen die Weichen für eine massiven Umbau des Konzerns. «Es wird drastische Maßnahmen geben müssen, die auch Arbeitsplätze kosten werden», sagte der im Görg-Team für die Versandsparte Primondo und damit auch für Quelle zuständige Insolvenzverwalter Jörg Nerlich der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagausgabe). Wie viele der fast 10.000 Arbeitsplätze bei Quelle und in Schwesterfirmen wegfallen werden, könne man allerdings noch nicht beziffern.
Der Insolvenzverwalter zeigte sich überzeugt, dass der Kern des Fürther Traditionsunternehmens gerettet werden kann. «Wir werden durch eine Restrukturierung auf der Kostenseite die Quelle wieder zum Laufen bringen und sie so in den sicheren Hafen fahren, dass ein Investor sie übernehmen kann», sagte Nerlich der «Süddeutschen Zeitung». Nach seinen Worten gibt es bereits erste Interessenten.
Akut kämpft der Konzern allerdings noch mit seiner bedrohlichen Zahlungsunfähigkeit. Trotz der Kreditzusage von Bund und Ländern hat der Konzern noch immer kein Geld. Denn die Ausarbeitung des 700-seitigen Kreditvertrages erweist sich als mühsam und langwierig. Erst Mittwoch kommender Woche werde der Konzern voraussichtlich wieder zahlungsfähig sein, teilte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den Lieferanten mit. weiterlesen >>