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03. Juli 2009
Spielen am Computer schadet der Leistung in der Schule
Berlin - Exzessives Computerspielen kann aus Sicht der Bundesregierung den Schulerfolg von jungen Menschen erheblich gefährden. «Computerspielabhängige Jungen weisen deutlich schlechtere Schulnoten in Deutsch, Mathematik, Geschichte und Sport auf», sagte die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing am Freitag in Berlin. Außerdem schwänzten abhängige Jungen häufiger die Schule.
Nach Ergebnissen internationaler Forscher seien drei Prozent der Jungen und 0,3 Prozent der Mädchen abhängig von Computerspielen. «Die Grenzen zwischen einem modernen und normalen Umgang mit Neuen Medien und einem Suchtverhalten mit Kontrollverlust sind fließend», sagte Bätzing.
Im Fokus steht besonders das Online-Rollenspiel «World of Warcraft». In einer repräsentativen Befragung komme das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) zu dem Ergebnis, dass 20 Prozent der Spieler von «World of Warcraft» abhängig oder abhängigkeitsgefährdet seien, erklärte die Drogenbeauftragte.
Bätzing forderte eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige. Es gebe bereits entsprechende Angebote, «es gilt jetzt, die noch auszuweiten», sagte sie der «Mitteldeutschen Zeitung». Als Folge der Sucht würden Sozialkontakte in der realen Welt «auf null reduziert». Die Konfliktfähigkeit bei den Betroffenen sinke, ebenso das Kommunikationsvermögen. Online-Sucht sei mit Glücksspielsucht zu vergleichen, erklärte die SPD-Politikerin. weiterlesen >>

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