Berlin - In der Krise werden Arbeitnehmer wieder häufiger krankgeschrieben. Die Zahl der Krankheitstage stieg spürbar von 7,9 Tagen im ersten Halbjahr 2008 auf 8,5 Tage im ersten Halbjahr 2009, wie die Krankenkasse KKH-Allianz am Freitag mitteilte. Sie hatte dafür ihre Versichertendaten ausgewertet.
Häufigste Ursache für Krankmeldungen sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (22,1 Prozent) sowie des Atmungssystems (18,7 Prozent). Auch die zunehmende psychische Belastung der Arbeitnehmer trage zur Steigerung bei. Darüber hinaus könnte auch die Grippewelle Anfang des Jahres für den leichten Anstieg mitverantwortlich sein, hieß es weiter.
Die Kasse musste deutlich mehr Krankengeld zahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab die KKH-Allianz dafür elf Prozent mehr je Mitglied aus. Die Summe wuchs um sechs Millionen Euro auf 53 Millionen Euro.