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03. Juli 2009

Toten Hosen fordern mehr Geld für Entwicklungsländer



Berlin - Die Punkrockband Toten Hosen fordert von der Bundesregierung mehr Geld für Entwicklungsländer. «Das ist eine Erinnerung an Frau Merkel, endlich die gegebenen Versprechen umzusetzen», sagte Sänger Campino am Freitag in Berlin mit Blick auf das anstehende G-8-Treffen in Italien. Die Band übergab mehr als 50.000 Unterschriften an das Entwicklungsministerium mit der Forderung, die staatliche Hilfen um 2,7 Milliarden Euro zu steigern.

Gesammelt wurden die Unterschriften auf 30 Konzerten der Rockgruppe von der gemeinnützigen Organisation Oxfam. «Wir sind gemeinsam nach Uganda, Sambia und Malawi gefahren und haben uns angesehen, wie sich Entwicklungspolitik darstellt», sagte Oxfam-Sprecher Jörn Kalinski zu der Zusammenarbeit. Als Unterstützerinnen für die Aktion haben Oxfam und Die Toten Hosen acht Frauen aus Entwicklungsländern an ihrer Seite. Sie engagieren sich in ihrer Heimat in zivilgesellschaftlichen Projekten für Bildung, Gesundheit oder Armenhilfe.

Leonor Magtolis Briones von den Philippinen erklärte, warum sich die Initiative an die Bundesregierung richtet: «Weil Deutschland als einziger Staat der G-8 von einer Frau regiert wird. Kanzlerin Merkel kann sich mit unseren Anliegen leichter identifizieren.» Die W-8-Frauen, wie sich die Aktivistinnen nennen, wollen besonders auf die hohe Kindersterblichkeit und die vielen Todesfälle bei Geburten aufmerksam machen.


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