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03. Juli 2009
Osteoporose ist bei rechtzeitiger Diagnose heilbar - DXA-Knochendichtemessung ab 50 empfohlen
Der Professor rät Betroffenen, gegenüber ihrer Kasse und dem Arzt «hartnäckig» auf ihr Recht einer sachgerechten Behandlung zu pochen. Die Therapie entsprechend der Osteoporose-Leitlinien kostet rund 600 Euro. Eine Fraktur aber schlägt mit bis zu 30.000 Euro zu Buche, sagt Bartl. Richtig behandelt könnten 50 Prozent aller Brüche vermieden werden. Das brächte in Deutschland Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro.
Wenn die Osteoporose rechtzeitig vor der Fraktur erkannt wird, kann eine ein- bis zweijährige Therapie eine völlige Heilung bringen. Deshalb empfiehlt der Experte, die Knochendichte bei Frauen ab 50 Jahren und bei Männern ab 60 Jahren messen zu lassen. Am besten geeignet und weltweit von allen Leitlinien empfohlen ist nach den Worten Bartls die Messung mit dem DXA-Gerät beim Orthopäden, Radiologen oder Internisten.
Allerdings müssen die 40 bis 50 Euro dafür vom Versicherten selbst bezahlt werden. Die Kasse zahlt nur, wenn es bereits zu einem Knochenbruch gekommen ist. Frauen und Männer mit erhöhtem Osteoporose-Risiko sollten aber bei ihren Kassen die Erstattung verlangen, rät der Professor.
Zur Vorbeugung von Osteoporose eignet sich am besten ausreichend sportliche Bewegung. Knochen unterliegen einem einfachen biomechanischen Gesetz: Sie wachsen und legen an Masse zu, wo sie belastet werden, und bauen ab, wo Beanspruchung fehlt. Astronauten beispielsweise verlieren innerhalb weniger Wochen in der Schwerelosigkeit 30 Prozent ihrer Knochenmasse durch fehlende Belastung. Hilfreich sind zudem hochdosiertes Vitamin D sowie kalziumreiche Kost, empfohlen wird dies ab dem 50. Lebensjahr.

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