Osteoporose ist bei rechtzeitiger Diagnose heilbar - DXA-Knochendichtemessung ab 50 empfohlen
Frankfurt/Main - Hätte sie sich bloß nicht zum Heizungsregler gebückt! Die 88-jährige Elise Linke aus dem nordthüringischen Göllingen beugte sich, und in diesem Moment schoss der Schmerz durch den Körper. Ohne große Belastung war der Hüftknochen gebrochen. Im Krankenhaus stellte sich dann heraus, dass vor Jahren bereits ein Brustwirbel gebrochen war. Die Verformungen der Wirbelkörper hatten zu dauernden Rückenschmerzen und einem sogenannten Witwenbuckel geführt.
Dabei hätte alles ganz anders kommen können. Osteoporose, umgangssprachlich Knochenschwund, ist mit entsprechender Technik früh zu erkennen und mit der richtigen Therapie gut zu heilen. Doch die Realität sieht leider anders aus. Nur jeder zehnte Patient wird einer Studie zufolge korrekt diagnostiziert und nach den Osteoporose-Leitlinien therapiert. «Die Gefahren der Krankheit werden absolut unterschätzt», sagt Professor Reiner Bartl vom Bayerischen Osteoporose-Zentrum der Universität München.
Ungeheuer stark muss unser Skelett sein, trägt es doch die ganze Last eines Lebens. Etwa ab dem 40. Lebensjahr aber nimmt die Knochendichte allmählich ab. Unser überlebenswichtiges Organsystem verliert seine Standfestigkeit.
Osteoporose entsteht meist aus einer unzureichenden Knochenbildung in jungen Jahren sowie einem beschleunigten Abbau in späterer Zeit. Riskant wird es für Frauen nach den Wechseljahren. Der Östrogenmangel macht die Knochen porös. Ein Drittel aller Frauen in der Menopause haben nach Angaben des Deutschen Grünen Kreuzes Osteoporose. weiterlesen >>