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03. Juli 2009
Halb Europa feiert Calvins 500. Geburtstag
In Genf geht vor der Mauer der Reformatoren beispielsweise noch bis zum 26. Juli - außer montags jeweils um 21.00 Uhr - das Freiluft-Theaterspektakel «Calvin - Genf in Flammen» über die Bühne. Zudem wird ein «Hugenotten-Dorf» aufgebaut, in dem es nebst einer Imbissecke Stände mit Kunsthandwerkern und Souvenirs gibt und Kinder mit einem Ponywagen herumfahren oder uralte Spiele spielen können. In Genf wie anderswo gibt es Kolloquien und Studienreisen, Kurse, Ausstellungen, Vorträge, Betrachtungen.
Den Reigen der Feiern und Veranstaltungen beschließt am 14. Dezember in Paris ein Kolloquium des Institut Protestant de Théologie (IPT) und des Collège International de Philosophie mit dem Titel «Calvin und Hobbes». Dabei geht es nicht um den gleichnamigen Comic, sondern um eine Auseinandersetzung mit Calvin auf der einen und dem britischen Staatstheoretiker und Philosophen Thomas Hobbes auf der anderen Seite.
Die Festfreude zu Calvins 500. Geburtstag wurde da und dort als wenig calvinistisch aufgenommen. In der «Neuen Zürcher Zeitung» hieß es etwa, «der ernste Reformator würde sich möglicherweise grün und blau ärgern, wenn er sähe, was seine Genfer derzeit mit ihm anstellen».
Das sieht der Calvin-Kenner Serge Fornerod vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) differenzierter. Wohl habe Calvin «strikt und konsequent gelebt, was er glaubte, und wollte auch leben lassen, was man zu glauben hat», sagte Fornerod auf Anfrage in Bern. Ein Asket sei Calvin aber kaum gewesen. Calvin habe nichts gegen das Genießen einzuwenden gehabt - sofern es «mit Mass» geschehen sei, betonte Fornerod, der Leiter der SEK-Abteilung Kirchenbeziehungen. weiterlesen >>

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