Hamburg - Die DLRG hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 519 Personen vor dem Ertrinken gerettet. Die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft äußerte sich am Donnerstag in Hamburg besorgt darüber, dass viele Kinder und Ältere nicht schwimmen können. Bei den über 60-Jährigen beträgt der Anteil der Schwimmer nur rund 45 Prozent. In der Gesamtbevölkerung können laut DLRG 73 Prozent schwimmen, bei den bis 39-Jährigen sogar 87 Prozent.
DLRG-Präsident Klaus Wilkens sagte, seit den 60er Jahren mit dem Bau vieler kommunaler Schwimmbäder würde die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen schwimmen lernen. Er bedauerte, dass viele finanziell klamme Städte ihre Bäder schließen oder in Spaß-Bäder umbauen. Auch deswegen könnten immer weniger Kinder schwimmen. Die DLRG brachte rund 200.000 Kindern das Schwimmen bei.
4.500 ehrenamtliche Rettungsschwimmer bewachen jeden Sommer 250 Kilometer Strand. Sie halfen im vergangenen Jahr rund 46.000 Badegästen nach Strandunfällen oder anderen Verletzungen. Wilkens gab Badeurlauber Tipps für einen sicheren Urlaub: bewachte Badestellen nutzen, nicht alleine baden, keine Alkohol vor dem Band und Kinder im Wasser nie aus den Augen lassen.
Der DLRG-Präsident warf Bund, Ländern und Gemeinden vor, zu wenig für die Sicherheit im Wasser zu tun. Es existierten weder behördliche Festlegungen über eine Mindestzahl von Rettungsschwimmern in öffentlichen Bädern noch für Standards zur Ausschilderung von Stränden und Badegebieten mit Warnzeichen. weiterlesen >>