Ehemann des Opfers bei Messerstecherei in Dresden lebensgefährlich verletzt
Dresden - Bei seiner tödlichen Messerattacke im Dresdner Landgericht hat der 28 Jahre alte Täter auch den Ehemann seines Opfers lebensgefährlich verletzt. Gegen den Mann erging am Donnerstag Haftbefehl wegen Mordes, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Ermittler schließen einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat nicht aus.
Der Mann habe am Mittwoch mindestens 18 Mal auf die 32 Jahre alte Zeugin eingestochen, teilten die Ermittler mit. Der 32-jährige Mann der Getöteten sei durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Sein Zustand sei kritisch. Der bislang nicht vorbestrafte Deutschrusse habe sich zu der Tat bislang nicht geäußert.
In dem Berufungsprozess ging es um ein Beleidigungsdelikt. Vor einem Jahr soll der Angeklagte die aus Ägypten stammende Frau in Dresden als «Islamistin» und «Terroristin» beschimpft haben, nachdem sie ihn für ihr kleines Kind um einen Platz auf einer Schaukel gebeten hatte.
Es gebe Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund, sagte der sächsische Polizeipräsident Bernd Merbitz und verwies darauf, dass es sich bei dem Opfer um eine Muslimin handelt. Das Landeskriminalamt werde daher auch in diese Richtung ermitteln. weiterlesen >>