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02. Juli 2009
USA starten Großoffensive gegen Taliban in Südafghanistan
Nawa/Berlin - Zwei Monate vor der Präsidentenwahl in Afghanistan haben die USA eine Großoffensive gegen Hochburgen der Taliban gestartet. Gepanzerte Fahrzeuge und Transporthubschrauber brachten in der Nacht zum Donnerstag rund 4.000 Marineinfanteristen in Dörfer der Provinz Helmand im Süden des Landes, die bislang von den Taliban kontrolliert wurden.
Angesichts immer häufigerer Angriffe von Aufständischen auch im Norden Afghanistans sollen Bundeswehr-Soldaten künftig leichter zur Waffe greifen können. Ihre Anweisungen werden derzeit überarbeitet, wie Verteidigungsminister Franz Josef Jung bestätigte. «Tatsache ist, wir wollen natürlich unseren Soldaten auch die Rechtssicherheit geben, die sie brauchen, um solche Kampfsituationen bestehen zu können», sagte er im ZDF.
Unter der Anteilnahme von 900 Menschen fand für die drei Soldaten, die in der vergangenen Woche in einem Gefecht nahe Kundus ums Leben gekommen waren, in Bad Salzungen in Thüringen eine bewegende Trauerfeier statt. Jung sagte in seiner Ansprache: «Der gewaltsame Tod dieser drei jungen Menschen konfrontiert uns alle mit der Frage nach dem Sinn dieses Einsatzes in Afghanistan.»
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Jung halten trotz wachsender Skepsis in der Bevölkerung an dem Afghanistan-Einsatz fest. «Wir werden vor dieser Aufgabe nicht weglaufen, sondern werden sie Schritt für Schritt erfüllen», sagte Merkel im Parlament. Der Bundestag wollte am Donnerstagabend über die Entsendung von vier AWACS-Aufklärungsflugzeugen der NATO entscheiden. Bis zu 300 weitere deutsche Soldaten könnten mit den Maschinen dann nach Afghanistan entsandt werden. weiterlesen >>

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