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02. Juli 2009

Acht von zehn Bürgern erwarten weitere Gesundheitsreform



Gerade in der Krise erweise sich, wie gut die gesetzliche Krankenversicherung sei. Bei deren Leistungen dürfe es «keine Nivellierung nach unten (geben), sondern Leistungen auf hohem Niveau für alle, das ist unser Anspruch».

In den vergangenen Wochen war heftig über eine «Priorisierung» von Leistungen debattiert worden. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe hatte vorgeschlagen, die gesetzliche Krankenkasse nur noch die wichtigsten Leistungen übernehmen zu lassen. Alles andere müsste dann mit privaten Zusatzversicherungen abgedeckt werden.

Derzeit sind die Krankenkassen aus Sicht von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt aber finanziell gut ausgestattet. Sie verfügten «über Rücklagen näher an fünf als an vier Milliarden Euro, also über einen gut gefüllten Sparstrumpf», sagte die SPD-Politikerin «Passauer Neuen Presse». «Nach den neuesten Zahlen haben die Krankenkassen 2008 einen Überschuss von sogar 1,4 Milliarden Euro erzielt.»

In diesem Jahr würden krisenbedingte Beitragsausfälle durch ein Darlehen des Bundes abgedeckt, das wahrscheinlich erst Ende 2011 zurückzuzahlen sei. Die Kassen seien noch nie in einer Krise in einer so sicheren Position gewesen.


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